Geschichte

_KULTURERBE UND NATUR AM MEER

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Der Atlantikwall ist eine der Hauptattraktionen an der Küste und eines der zwei Museen auf der Provinzdomäne RAVERSYDE. Die mehr als sechzig Bunker, Beobachtungsposten und Geschützstellungen und die zwei km langen offenen oder unterirdischen Gänge bilden zusammen einen der am besten erhaltenen Teile der berüchtigten deutschen Verteidigungslinie ‘Atlantikwall’, die im zweiten Weltkrieg von den Deutschen gebaut wurde und sich von der französisch-spanischen Grenze bis Norwegen erstreckte. Tausende von Bunkern wurden damals zum Schutz der Häfen und zur Verhinderung eines Angriffs der Alliierten gebaut. Im Museum befindet sich auch die einzige erhalten gebliebene deutsche Küstenbatterie aus dem ersten Weltkrieg: die Batterie Aachen. Hier befanden sich die Geschütze, die dazugehörigen Beobachtungsbunker und Mannschaftsunterkünfte. Aus Angst vor einer Landung der Alliierten auf dem Strand und zum Schutz der Häfen von Zeebrugge und Oostende (von wo aus die deutschen U-Boote operierten…) bauten die Deutschen Batterien an der belgischen Küste. Nur die Überreste der Batterie Aachen sind erhalten. Im Zweiten Weltkrieg wurden an derselben Stelle neue Verteidigungsanlagen, die Teil der Verteidigungslinie ‘Atlantikwall’ waren, gebaut.  Das Freilichtmuseum ist genau der richtige Ort, um die Atmosphäre des ‘längsten Tages’ wieder zu erleben. Alle bestehenden Konstruktionen wurden im ursprünglichen Zustand wiederhergestellt und mit authentischen Gegenständen und Möbeln neu eingerichtet. Im gleichnamigen Museum können einige der imposantesten Verteidigungsanlagen aus den beiden Weltkriegen besichtigt werden. Dass diese so gut erhalten sind, haben wir dem belgischen Prinzen Karel, der dort bis zu seinem Tod wohnte und den Abriss immer verhindert hat, zu verdanken.