Interviewprojekt

_GEHEUGEN COLLECTIEF

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Etwa vor 70 Jahren wurde unsere Küste befreit. Nach fast fünf Jahren Krieg wurde der deutschen Besetzung ein Ende gesetzt. Die Bewohner des Küstengebiets hatten während dieser ganzen Zeit im Sperrgebiet gewohnt. Weil die Küste im Gründe die Frontregion darstellte, waren im Sperrgebiet zahlreiche Beschränkungen auferlegt. Der Krieg hatte denn auch erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der Küstenbewohner. So wurde es der Bevölkerung untersagt, den Strand zu betreten, wurde die Fischerei streng kontrolliert, wurde die Bewegungsfreiheit auf ein paar Kilometer um den Wohnort eingeschränkt, wurden Zwangsevakuierungen durchgeführt, musste die lokale Bevölkerung beim Bau des Atlantikwalls helfen...

Die Anzahl der Personen die diesen Zeitraum erlebt haben und darüber erzählen können, wird allmählich kleiner. Deshalb hat die Provinz Westflandern die VoG Geheugen Collectief, ein Büro für historische Forschung, damit beauftragt, ein mündliches Geschichtsprojekt über den zweiten Weltkrieg an unserer Küste zu realisieren. In den Jahren 2012 und 2013 interviewten Historiker von 'Geheugen Collectief' 39 Einwohner des Küstengebiets zu ihren Erfahrungen aus dem zweiten Weltkrieg. Die Ergebnisse dieser Interviews wurden im Buch 'Bezette Kust; Leven in de schaduw van de Atlantikwall' das ab Juni 2014 im Buchhandlung erhältlich ist, zusammengefasst.

Selbstverständlich ist ein solches Projekt nie vollendet. Immer noch tauche ab und zu interessante Zeugen auf. Raversyde ist nach wie vor an Zeugen, die den zweiten Weltkrieg an unserer Küste erlebt haben, interessiert. Wenn Sie so jemand sind oder jemanden kennen, der ausführlich darüber sprechen kann, zögern Sie bitte nicht, sich in Verbindung zu setzen.