Anno 1465

Für Einzelbesucher wird ANNO 1465 ab dem 12.03.2022 während der folgenden Aktivitäten zugänglich sein: Eröffnungswochenende (12. und 13. März), Tasty Raversyde (10. April), Tag des Kulturerbes (24. April), Archäologietage (21. und 22. Mai), Mittelalterwochenende (23. und 24. Juli), Tag des offenen Denkmals (11. September) und die Nacht der Dunkelheit (8. Oktober).

Gruppen und Schulen können einen Besuch bei ANNO 1465 über das Online-Buchungsformular auf unserer Website anfordern. Dieser Besuch ist nur in Begleitung eines Führers möglich und umfasst die Besichtigung der Fischerhausern, der Archäologenhütte und des Beispiels einer Ausgrabungsstätte. 
Das pädagogische Paket 'ANNO 1465 | Discover Walraversijde' von einem Animateur von Horizon Educatief kann ebenfalls gebucht werden.

Der Spaziergang durch die rekonstruierte mittelalterliche Landschaft führt Sie am Haus eines reichen Schiffseigners und der Residenz einer Fischerwitwe vorbei. Betreten Sie das Haus des Bäckers / Fischrauchers und seiner Familie sowie das Back- und Räucherhaus. Die Hause, die mit dem ursprünglichen mittelalterlichen Backstein wieder aufgebaut wurden, wurden mit Liebe zum Detail und zur Gemütlichkeit originalgetreu rekonstruiert.
Alle Gegenstände in den Häusern sind originalgetreue Nachbildungen der Funde aus den vergangenen Jahren.

ANNO 1465

Von Walraversyde bis ANNO 1465

Walraversijde ist nach einer Person namens Walraf benannt. Das Dorf lag ursprünglich im Nordwesten von ANNO 1465. Dort, wo jetzt Strand ist.
Im Januar 1394 traf ein schwerer Sturm das Dorf Walraversijde und setzte auch einen Teil von Ostende unter Wasser. Mehrere Hektar Land versanken unter dem landeinwärts getriebenen Dünensand. Die Bewohner sahen sich gezwungen, weiter ins Landesinnere umzusiedeln. Hinter dem verschobenen Dünengürtel baute man das Dorf wieder auf und festigte die Dünen 1399 mit einem neuen Deich.

ANNO 1465

Die versunkene Fischersiedlung Walraversijde zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten Flanderns. Sie ist eine der besterforschten Fischergemeinschaften des Mittelalters, nicht nur in Belgien, sondern in ganz Europa.
Die mittelalterliche Siedlung wurde ab April 1992 systematisch erforscht, in Zusammenarbeit mit der der flämischen Agentur für liegenschaftliches Kulturerbe (Agentschap Onroerend Erfgoed). Im Jahr 2000 öffnete man die Fundstätte in lehrreicher und archäologisch verantwortungsvoller Präsentation für die Öffentlichkeit, was nur mit beträchtlichen finanziellen Mitteln von Toerisme Vlaanderen und der Europäischen Union möglich war.
Die Rekonstruktion der vier Gebäude basiert auf den Ergebnissen archäologischer Forschungen. Hierzu verwendete man die Originalziegelsteine aus dem Mittelalter. Alle Gegenstände in den Häusern sind originalgetreue Nachbildungen der Funde aus den vergangenen Jahren.